Was sind Bügelperlen? Größen und Marken
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Was Bügelperlen sind, wie sich Mini, Midi und Maxi unterscheiden, wie Hama, Perler, Artkal, Nabbi und Pyssla abschneiden und was man zum Start braucht.
Bügelperlen sind kleine, farbige Kunststoffröhrchen, die man auf eine Stiftplatte steckt und anschließend mit dem Bügeleisen verschmilzt. Die Oberseiten schmelzen, die Perlen verbinden sich zu einer festen Fläche: ein Schlüsselanhänger, ein Untersetzer, ein Bild für die Wand. In anderen Ländern heißt das Ganze Perler Beads, perles à repasser oder hama beads — Material, Platten und Vorgehen sind überall dieselben.
Woraus die Perlen bestehen
Jede Perle ist ein kurzes Röhrchen aus Polyethylen niedriger Dichte mit einem Loch in der Mitte. Dieser Kunststoff wird ab etwa 105–115 °C weich, also deutlich unterhalb dessen, was ein Haushaltsbügeleisen auf der Baumwollstufe liefert. Deshalb reichen wenige Sekunden mittlere Hitze durch ein Blatt Backpapier, um eine ganze Platte zu verschmelzen. Das Loch ist keine Zierde: Es lässt die Wärme ins Innere und sorgt für die typische Wabenoptik des fertigen Stücks.
Mini, Midi und Maxi
Midi misst 5 mm in Breite und Höhe und ist gemeint, wenn niemand etwas anderes sagt. Auf eine quadratische Standardplatte passen 29×29 Perlen, fertig ist das Motiv rund 14,5 cm breit.
Mini misst 2,5 mm bei Hama und Nabbi, 2,6 mm bei Perler und Artkal, und bringt auf derselben Fläche die vierfache Detailmenge unter. Für Porträts und kleine Spielfiguren ist das die richtige Wahl, allerdings mit Pinzette und guter Beleuchtung. Maxi mit 10 mm gibt es für Kindergartenkinder.
Größen lassen sich nicht mischen. Eine Vorlage für 29×29 Midiperlen ergibt in Mini ein völlig anderes Objekt — die Größe steht also am Anfang, nicht am Ende.
Hama, Perler, Artkal, Nabbi und Pyssla
Hama kommt aus Dänemark und ist im deutschsprachigen Raum am weitesten verbreitet, Perler ist die amerikanische Marke. Artkal stammt aus China, hat die größte Farbauswahl und viele entsättigte Zwischentöne, was Fotomotiven sehr entgegenkommt. Nabbi ist die zweite skandinavische Marke, Pyssla die Eigenmarke von IKEA: günstig und völlig brauchbar. Alle fünf fertigen Midiperlen mit 5 mm, die Platten sind untereinander kompatibel.
Der eigentliche Unterschied liegt in den Farbsystemen. Perler vergibt Namen, Hama vergibt Nummern (H21 ist Rot), Artkal kombiniert Buchstaben und Ziffern. Eine Vorlage ist immer nur so genau wie die Palette, gegen die sie gezeichnet wurde. Deshalb fragen die Werkzeuge hier zuerst nach der Marke: Ob im Bild-zu-Vorlage-Konverter oder beim Zeichnen von Hand im Vorlagen-Editor — jede Farbe trägt die Nummer, die auch auf der Tüte steht.
Was man zum Anfangen braucht
Eine Dose mit 3.000 bis 5.000 Perlen in zehn bis fünfzehn Farben, eine quadratische 29×29-Platte, Backpapier (oder das mitgelieferte Bügelpapier) und ein Bügeleisen. Mehr nicht. Perlenstifte und Sortierschränke haben Zeit, bis klar ist, ob das Hobby bleibt.
Wer noch heute Abend etwas stecken will, findet in der kostenlosen Vorlagen-Galerie Motive samt Perlenzahl — so lässt sich vorher prüfen, ob eine Farbe reicht, und nicht erst mittendrin. Und sobald ein eigenes Foto zur Vorlage werden soll, erledigt das der Hama-Bügelperlen-Vorlagengenerator direkt im Browser.